Wer eine Immobilie erbt, der sieht sich meist mit vielen Fragen konfrontiert. Schließlich ist Wohneigentum nicht nur ein emotionaler Vermögensgegenstand, sondern häufig der wirtschaftlich wichtigste Teil des Erbes. Hinzu kommt, dass Erbschaften von Immobilien oft zu Streitigkeiten der Angehörigen führen. Deshalb sollten Sie zum Thema „Immobilien-Erbe“ alles Wichtige wissen.

Wie ist die Rechtslage bei einer Immobilien-Erbschaft?

In den meisten Fällen ist der Nachlass testamentarisch geregelt. Bei Immobilien ist ein Testament besonders sinnvoll, da die künftigen Eigentümer so im Vornherein über die Erbschaft informiert sind. Sollte allerdings kein Testament vorliegen, so geht die Immobilie – genau wie die gesamte Erbschaft – an die gesetzlichen Erben.

Welche Grundbuch-Einträge sind nach einer Immobilien-Erbschaft nötig?

Im Todesfall des ursprünglichen Eigentümers muss der Erbe als neuer Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden. Bis zu zwei Jahre haben Sie nach der Erbschaft Zeit, um den kostenlosen Antrag für diese Grundbuch-Berichtigung beim Grundbuchamt zu stellen. Für diese Eintragung benötigen Sie das Testament oder den Erbschein.

Wenn Sie jedoch vorhaben, die geerbte Immobilie zu verkaufen, brauchen Sie die Grundbucheintragung nicht vorzunehmen: Der Käufer kann sich dann nach Vertragsunterzeichnung als neuer Eigentümer eintragen lassen.

Wenn der neue Eigentümer einer Immobilie nach dem Testament nicht sicher ermittelt werden kann, muss ein Gericht das Erbscheinverfahren regeln.

Hier ausführlicher Ratgeber „Immobilie geerbt“ herunterladen

Hohes Konfliktpotential: Erbengemeinschaft für eine Immobilie

Wird die Immobilie an mehrere gleichberechtigte Erben in einer Erbengemeinschaft weitergegeben, so entscheiden diese gemeinsam. Sowohl der Verkauf als auch die Verwaltung kann nur nach einem Entschluss aller erfolgen. Hier liegt das Konfliktpotential der Erbengemeinschaft: Will ein Erbe in der neuen Immobile verbleiben, fordern die anderen Mitglieder meist die ihnen zustehende Nutzentschädigung. Wenn sich die Parteien drohen, sich nicht untereinander einigen zu können, ist eine Teilungsanordnung durch den Verstorbenen sinnvoll. Liegt diese nicht vor, muss ein Gericht diese regeln.

Die Bedeutung der Erbschaftssteuer bei Immobilien

Bei einer Erbschaft fallen Steuern an – genau wie auf Grundstücke oder andere Nachlasswerte, zahlen Sie diese auch auf Immobilien. Als Grundlage für deren Berechnung zieht man den tatsächlichen Verkaufswert heran. Steuerlich begünstigt werden Erben, die Ihre Immobilie selbst beziehen. Wenn Sie Ihr Testament aufsetzen, ist es ratsam über eine vorzeitige Schenkung nachzudenken. Diese kann unter Umständen steuerfrei sein.

Der Tod eines Angehörigen ist emotional aufreibend – umso schlimmer, wenn die Verwaltung unnötig Kraft kostet. Um keinen für die Erbschaft relevanten Punkte zu übersehen, ist es sinnvoll, sich die Hilfe eines Immobilienmaklers oder Anwalts in ORT zu holen. Das lässt Ihnen die Zeit, sich mit Ihrer Trauer auseinander zu setzen statt Energie in unnötige Streitereien zu investieren. Mit der richtigen Vorbereitung können sich Erben an Ihrem neuen Besitz freuen – das ist im Interesse des Verstorbenen und seiner Angehörigen.

Mehr zum Thema Erbschaftsimmobilie erfahren Sie in unserem Ratgeber: „Immobilie geerbt: Was jetzt wichtig ist und welche Möglichkeiten Sie haben.“

Hier klicken und Ratgeber „Immobilie geerbt“ herunterladen

Sie wissen nicht so recht, wie Sie mit der geerbten Immobilie verfahren sollen? Kontaktieren Sie uns, wir beraten Sie jederzeit gerne.

Mit dem Erbe der Immobilie fing der Ärger an? Was Sie beachten müssen, um sich das zu ersparen, und wie eine Erbschaft grundsätzlich abläuft, erfahren Sie hier.

Guten Tag, schildern Sie mir Ihr Anliegen. Ich werde mich schnellstmöglich bei Ihnen melden!
Nadja Vogel von IMMOTAS