GLOSSAR 2018-03-20T21:35:41+00:00

GLOSSAR

WAS IST EIN IMMOBILIENMAKLER?

Der Beruf des Maklers besteht darin, als Vermittler für eine Gelegenheit zum Vertragsabschluss tätig zu sein. Sprich, zwei Parteien zusammenzubringen: Denjenigen, der seine Immobilie verkaufen oder vermieten möchte, mit demjenigen, der eine Immobilie wiederum kaufen oder mieten möchte. Am Ende entsteht aus dieser Vermittlung ein Vertrag. Sein Arbeitsumfeld ist der Immobilienmarkt in all seinen Formen und Farben.

WELCHE AUFGABEN ÜBERNIMMT EIN IMMOBILIENMAKLER?

Zu den Aufgaben eines Immobilienmaklers gehören u.a. die Ermittlung des Verkaufspreises, die Beschaffung notwendiger Unterlagen bei den zuständigen Ämtern, die Vermarktung des Objekts und die Organisation von Besichtigungsterminen. Wenn sich dann Eigentümer und Interessent gefunden haben, prüft der Immobilienmakler die Bonität des Interessenten und setzt (zusammen mit dem Notar) einen Vertrag auf. Zum Schluss sorgt er für eine reibungslose Übergabe des Objekts. Sind seine Bemühungen erfolgreich, erhält er eine Provision, auch Courtage genannt.

GIBT ES EINE GEWÄHRLEISTUNG BEIM IMMOBILIENKAUF?

Ein Objekt wird grundsätzlich ohne Gewährleistung verkauft.
So finden sich im Kaufvertrag Passagen, in denen der Käufer erklärt, die Vertragssache im rechtlichen und tatsächlichen Zustand anzunehmen. Damit schließen die Parteien jegliche Rechts- und Sachgewährleistungspflicht des Verkäufers aus, soweit dies gesetzlich zulässig ist. Die Aufhebung der Gewährleistung ist natürlich ungültig für Mängel, die der Verkäufer dem Käufer arglistig verschwiegen hat! Das heißt also, dass der Verkäufer dem Käufer keine anderen, als die in diesem Vertrag enthaltenen Eigenschaften der Vertragssache zusichert.

WIE VIEL PROVISION ERHÄLT EIN IMMOBILIENMAKLER?

Wie viel ein Immobilienmakler an Provision bekommt, hängt davon ab, wie groß das Haus oder die Wohnung ist, die ver- oder gekauft werden soll: Die Provision ist proportional zur Immobilie. Bei zu mietenden Wohnungen oder Häusern fallen ein bis zwei Monatskaltmieten an. Bei Immobilien, die zum (Ver-)kauf stehen, liegt die Provision zwischen 3 und 7 Prozent des Kaufpreises.

WER DARF ALS IMMOBILIENMAKLER ARBEITEN?

Als Immobilienmakler darf jeder arbeiten, der bei der Kreisverwaltungsbehörde einen Antrag gestellt und eine Erlaubnis nach §34c der Gewerbeordnung erhalten hat. Zusätzlich zum Antrag werden noch folgende Dokumente benötigt:

  • Polizeiliches Führungszeugnis (zu beantragen beim Einwohnermeldeamt)
  • Auszug aus dem Gewerbezentralregister (zu beantragen beim Ordnungsamt)
  • Steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung (zu beantragen beim Finanzamt)
  • Bescheinigung, dass keine Eintragung in der Schuldnerliste vorliegt (zu beantragen beim Amtsgericht)
  • Bescheinigung, dass kein Konkursverfahren vorliegt bzw. anhängig ist (zu beantragen beim Amtsgericht).

Kurz, jeder der eine gewisse Zuverlässigkeit nachweisen kann, also nicht wegen eines Verbrechens wie Diebstahl, Urkundenfälschung o.ä. oder einer Insolvenzstraftat rechtlich belangt worden ist, wird die Erlaubnis, ein Gewerbe zu führen, erhalten und kann als Immobilienmakler starten.

WAS MACHT MAN IM PRAKTIKUM ALS IMMOBILIENMAKLER?

Was man als Praktikant im Bereich der Immobilienwirtschaft macht, hängt etwas davon ab, bei welchem Unternehmen und für welchen Zeitraum das Praktikum sein soll. Der Grundgedanke eines Praktikums ist es, quasi hinter die Kulissen jenes Berufsbildes blicken zu können: Deswegen sollte man in einem Praktikum beim Immobilienmakler bei der Erstellung von Marktanalysen, Präsentationen, Verkaufsexposés und Immobilienbewertungen mitarbeiten und Kundenanfragen bearbeiten dürfen. Auch interessant ist es, wenn man als Praktikant bei Besichtigungs-, Notar- und Verhandlungsterminen teilnehmen darf.

WAS IST DER UNTERSCHIED ZWISCHEN IMMOBILIENMAKLER UND IMMOBILIENKAUFMANN?

Ein Immobilienmakler ist für die Vermittlung von Immobilien zuständig. Ein Immobilienkaufmann agiert darüber hinaus auch als Verwalter in einem breiten Feld; So gehört beispielsweise die Bearbeitung von Schadensmeldungen und die damit einhergehende Organisation von Reparatur- und Instandhaltungsaufträgen zu seinen Aufgaben. Des Weiteren erstellt ein Immobilienkaufmann teilweise auch Finanzierungskonzepte und steht in Kontakt mit Banken und Versicherungen.

WO KANN MAN IMMOBILIENMAKLER BEWERTEN?

Zum Teil kann eine Bewertung direkt auf der Webseite einer Immobilienmakler-Gesellschaft eingetragen werden. Abgesehen davon gibt es neutrale Webseiten, die auf die Bewertung von Käufern und Verkäufern, Mietern und Vermietern spezialisiert sind (z.B. Proven Expert oder Makler-Empfehlung).

WANN HAFTET DER IMMOBILIENMAKLER?

Ein Immobilienmakler haftet, wenn er seine Aufklärungspflichten verletzt und Angaben hinsichtlich der vermittelten Immobilie (Grundstück, Haus, Eigentumswohnung, etc.) zurückgehalten und/ oder falsch weitergegeben hat. Seine Pflichtverletzung kann als Rechtsfolge haben, dass der Kaufvertrag angefochten wird oder, dass der Immobilienmakler seinen Anspruch auf Provision verliert aber schadenersatzpflichtig wird.

SEIT WANN GILT DAS GELDWÄSCHEGESETZ FÜR IMMOBILIENMAKLER?

Damit Geldwäscherei verhindert wird, gibt es in Deutschland das Geldwäschegesetz. Dieses gilt seit 1993 und wurde 2012 optimiert. Dem zufolge ist ein Immobilienmakler bei Kaufverträgen in der Pflicht, seine Vertragspartner zu überprüfen und Verdachtsfälle zu melden. Auffällige Hinweise könnten sein, dass der Interessent den Kaufpreis komplett in bar zahlen oder nur einen Teil über das Notarkonto abwickeln möchte. Ebenso sollte ein Immobilienmakler skeptisch werden, wenn Finanzierungszusagen oder Kapitalnachweise fehlen oder überhöhte oder ausländische Angebote vorliegen. In solchen Situationen darf die Geschäftsanbahnung nicht weiter geführt werden.

WIE WIRD EINE IMMOBILIE BEWERTET?

Bei der Bewertung einer Immobilie spielen viele individuelle Faktoren eine Rolle.
Dazu gehört natürlich die Lage: In welcher Wohngegend befindet sie sich und wie weit ist sie z.B. von der nächsten Bushaltestelle oder dem nächsten Supermarkt entfernt. Wie groß ist das Grundstück, wie groß die Wohnfläche? Weitere Faktoren sind auch die Art der Immobilie, der bauliche und energetische Zustand oder  Standard und Alter der Ausstattung sowie eventuell nötige Modernisierungs- oder Sanierungsmaßnahmen. Den Wert einer Immobilie präzise einzuschätzen, ist folglich eine komplexe Aufgabe. Denn jedes Haus, jede Wohnung ist letztlich ein Unikat.

WIE WIRD EINE IMMOBILIE ÜBERGEBEN?

Im Grunde kann die Übergabe eines Objekts in 4 Schritte zusammengefasst werden:
Nachdem die Entscheidung für den Kauf gefallen ist, überweist der Käufer eine Anzahlung auf ein Sperrkonto des Notar. Daraufhin wird der Kaufvertrag (LINK: Blog Kaufvertrag) vorbereitet. Bei einem Notartermin wird dieser dann von beiden Parteien unterzeichnet. Hiernach wird der gesamte Kaufpreis durch den Käufer auf das Sperrkonto des Notar eingezahlt. Zum Schluss wird das Objekt übergeben und die Änderung im Grundbuch eingetragen.

FÜR SIE: CHECKLISTEN UND E-BOOKS ZU TOP-THEMEN

Alle Downloads in Übersicht

Guten Tag, schildern Sie mir Ihr Anliegen. Ich werde mich schnellstmöglich bei Ihnen melden!
Nadja Vogel von IMMOTAS

Montag - Freitag: 8 - 12 Uhr, 13 - 16:30 Uhr
Rufen Sie uns an: +49 6359 8016910