Anders überlegt? – Was Sie über den Widerruf des Maklervertrags wissen sollten

Ein Immobilienmakler informiert Sie gleich beim ersten Kontakt über Ihr Widerrufsrecht? Das soll keine sich-selbst-erfüllende Prophezeiung sein, sondern schützt Sie als Verbraucher. Aber was müssen Sie über den Widerruf des Maklervertrags wissen? Hier erfahren Sie, welche Voraussetzungen nötig sind und wie es danach weitergeht.

Voraussetzungen für den Widerruf des Maklervertrags

Folgende Bedingungen müssen gegeben sein, damit Sie einen Maklervertrag rechtswirksam aufheben dürfen:

  1. Sie haben als Verbraucher einen Immobilienmakler aufgesucht. Das heißt: Sie haben nur aus privaten Gründen Kontakt zu dem Immobilienmakler.
  2. Der Vertrag wurde nicht in den Geschäftsräumen des Maklers geschlossen. Beispiele wären eine Vertragsunterzeichnung bei der Besichtigung der Immobilie oder das mittelbare Zustandekommen des Maklervertrags (also per Post, E-Mail, Telefon oder ähnliche Medien).

In diesen Fällen ist es rechtlich erlaubt, den Maklervertrag innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss zu widerrufen.

Einen Maklervertrag widerrufen: die Frist

Der Immobilienmakler muss Sie in Bezug auf Ihr Widerrufsrecht aufklären. Das ist besonders wichtig, wenn im Vertrag eine Provisionszahlung vereinbart wird (was zumeist also für Kaufinteressenten zutrifft).

Wenn der Makler diese Widerrufsbelehrung versäumt hat, verlängert sich die Widerrufsfrist automatisch auf ein Jahr und 14 Tage.

Aus diesem Grund bittet der Makler Sie nach einer erfolgten Belehrung um Ihre Unterschrift. Dennoch sind auch mit diesem Nachweis die folgenden 14 Tage für den Immobilienmakler noch mit Unsicherheit verbunden. Daher nimmt er seine eigentliche Arbeit wahrscheinlich erst nach Ablauf dieser Frist auf. Sollten Sie sich eine sofortige Arbeitsaufnahme wünschen, sollten Sie Ihren Immobilienmakler über Ihren Wunsch informieren.

Provision bei Widerruf des Maklervertrags

Provisionen beruhen auf dem Erfolgsprinzip. Sie werden also erst dann ausbezahlt, wenn der Kaufvertrag notariell unterschrieben worden ist. Ein zuvor widerrufener Vertrag berechtigt also nicht zur Provisionsauszahlung.

Nach einer Besichtigung stellen Sie fest, dass Sie kein Interesse an dem Objekt haben? In diesem Fall müssen Sie nicht widerrufen, sondern sollten den Immobilienmakler lediglich über Ihre Entscheidung in Kenntnis setzen, so kann er sein Alltagsgeschäft wieder aufnehmen.

Vor dem Widerruf erfolgte Leistungen

Maklerverträge, die fristgerecht gekündigt wurden, verlieren ihre Gültigkeit. Jedoch kann der Makler Ihnen die Leistungen in Rechnung stellen, die er in der Zwischenzeit für Sie erbracht hat.

Doch Vorsicht: Sobald Sie der Immobilienmakler gesetzeskonform über Ihr Widerrufsrecht belehrt hat und der Kaufvertrag unterschrieben wurde, ist der Kauf rechtsgültig. Es ist damit auch nicht mehr so einfach, den Maklervertrag zu widerrufen. Schließlich ist der Makler seinen Pflichten nachgekommen. Das Widerrufsrecht des Verbrauchers erlischt mit Vertragsunterzeichnung.

Per Gesetz geschützt

Die Widerrufsbestimmungen sind vom Gesetzgeber so festgelegt, dass beide Vertragsparteien geschützt sind: Diese gehen bewusst einen gemeinsamen Vertrag ein. Zusätzlich sorgen die Widerrufsbelehrung und deren Bestätigung dafür, dass Sie als Käufer informiert sind und der Immobilienmakler seine Seriosität unter Beweis stellen kann.

Haben Sie Fragen zu Ihrem Widerrufsrecht oder beschäftigen sich schon länger mit dem möglichen Verkauf eines Wohnobjekts? Ich stehe Ihnen gerne beratend zu Seite.

Gemeinsam finden wir den perfekten Käufer. Kontaktieren Sie mich einfach!

Ihr Team von Immotas.

Einen Maklervertrag widerrufen? Unter welchen Voraussetzungen ist das möglich? Hier erfahren Sie, welche Bedingungen dafür gegeben sein müssen und welche Konsequenzen ein Widerruf hat.

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Nadja Vogel von IMMOTAS

2018-12-05T23:25:10+00:00 Tags: , |
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